Ambulante Unterstützung für ADHS-Betroffene in der eigenen Wohnung – Fachkräfte helfen regelmäßig vor Ort bei Struktur, Alltagsorganisation und psychosozialer Stabilisierung.
Das Angebot
Beim Mobilen Betreuten Wohnen (MBW) leben Menschen mit ADHS in ihrer eigenen Wohnung, erhalten aber regelmäßige Besuche von sozialpädagogischen Fachkräften.
Diese helfen z. B. beim Haushaltsmanagement, bei der Alltagsplanung, bei Arztbesuchen, Behördenkontakten oder im Umgang mit sozialen Konflikten. Für viele Betroffene mit ADHS ist das eine lebensnahe Hilfe: Sie behalten ihre Wohnform, erhalten aber die nötige Unterstützung, um ihren Alltag zu bewältigen und Rückfällen, Isolation oder Wohnungslosigkeit vorzubeugen. Der Betreuungsumfang wird individuell vereinbart – z. B. ein oder zwei Hausbesuche pro Woche.
Zugangsvoraussetzungen
Erforderlich ist eine seelische Behinderung oder deren drohende Entstehung. Der Antrag erfolgt beim zuständigen Sozialhilfeträger (Sozialamt) im Rahmen der Eingliederungshilfe. Ein ärztliches oder psychologisches Attest ist erforderlich, ebenso ein Hilfeplan. Die Hilfe ist freiwillig.
Zielgruppe
Erwachsene mit ADHS, die alleine wohnen (oder wohnen möchten) und dabei Unterstützung benötigen, z. B. wegen Überforderung, psychischer Belastung oder mangelnder Tagesstruktur.
Regionale Verfügbarkeit
Weit verbreitet, aber je nach Kommune unterschiedlich organisiert. Anbieter sind z. B. Lebenshilfe, Diakonie, AWO, kommunale Träger oder spezialisierte Einrichtungen. Verfügbarkeit hängt von Kapazitäten ab.
