Haeufig gestellte Fragen

Antworten rund um Diagnose, Behandlung, unsere Gruppe und den Alltag mit ADHS.

Diagnose

Der erste Schritt ist meist ein Gespraech mit deinem Hausarzt oder einer Psychotherapeutin. Bei Verdacht erfolgt eine ueberweisung an eine Fachpraxis (Psychiater, Psychotherapeut) oder ein Sozialpaediatrisches Zentrum (bei Kindern). Dort werden standardisierte Fragebogen, Interviews und teils neuropsychologische Tests eingesetzt.

Bei gesetzlich Versicherten uebernimmt die Krankenkasse die Kosten fuer die Diagnostik bei entsprechender Ueberweisung. Wartezeiten auf einen Termin koennen allerdings mehrere Monate betragen. Privat bezahlte Schnelldiagnostik gibt es, ist aber kein Muss.

ADHS kann theoretisch schon im Vorschulalter erkannt werden, eine zuverlaessige Diagnose ist aber meist erst ab dem Grundschulalter moeglich. Bei Erwachsenen ist eine Diagnose in jedem Alter moeglich, auch wenn die Symptome schon Jahrzehnte bestehen.

Ja, das ist sehr haeufig. Viele Menschen - besonders Frauen - werden erst als Erwachsene diagnostiziert, weil ihre Symptome in der Kindheit uebersehen oder fehlgedeutet wurden.

Behandlung

Nicht zwingend. Medikamente (z.B. Methylphenidat) koennen helfen, sind aber nur ein Baustein. Verhaltenstherapie, Coaching, Strukturierungshilfen und Selbsthilfe wie unsere Gruppe koennen genauso wichtig sein. Die Entscheidung triffst du gemeinsam mit deiner Aerztin.

Verbreitet sind Verhaltenstherapie, ADHS-spezifisches Coaching, Ergotherapie (besonders bei Kindern) und multimodale Konzepte, die mehrere Ansaetze kombinieren.

Unter Hilfsangebote findest du eine Liste mit Anlaufstellen in der Region. Auch das Zentrale ADHS-Netz bietet eine Therapeutensuche an.

Ja - Strukturierungstechniken, Bewegung, Schlafhygiene, Coaching und der Austausch in Selbsthilfegruppen helfen vielen Menschen zusaetzlich oder alternativ.

Die Gruppe / Mitmachen

Wir treffen uns alle 2 Wochen im Wechsel Dienstag/Donnerstag. Der Ablauf ist offen und vertraulich - es gibt keinen Zwang etwas zu erzaehlen. Details erfaehrst du nach persoenlicher Kontaktaufnahme.

Die Teilnahme erfolgt nach persoenlicher Einladung, um Datenschutz und Vertraulichkeit fuer alle zu gewaehrleisten. Schreib uns einfach eine E-Mail oder nutze das Kontaktformular.

Nein. Auch wer einen Verdacht hat oder als Angehoeriger betroffen ist, ist willkommen.

Ein eigenes Format speziell fuer Eltern neurodivergenter Kinder - zum Austausch ueber Erziehungsalltag, Schule und Unterstuetzungsmoeglichkeiten.

Ein offener, niedrigschwelliger Treff ohne Anmeldepflicht fuer alle Interessierten - lockerer als die feste Selbsthilfegruppe.

Alltagstipps

Externe Systeme helfen oft besser als der Versuch, sich alles zu merken: feste Ablagestellen, Erinnerungen im Handy, sichtbare To-Do-Listen statt versteckter Notizen.

Grosse Aufgaben in kleine, konkrete erste Schritte zerlegen hilft oft mehr als Disziplin. Auch Body-Doubling (gemeinsames Arbeiten, auch virtuell) kann helfen.

Ja, z.B. ORIKO als Therapie-App fuer Erwachsene. Eine Uebersicht findest du unter Hilfsangebote.

Es hilft oft, konkrete Beispiele statt abstrakter Begriffe zu nutzen. Unser ADHS-Quiz kann als niedrigschwelliger Einstieg dienen, um anderen die Wirkungsweise zu zeigen.